Köln, Januar 2007
Die Öko Möbel Bewegung feiert 20 ten Geburtstag!
Öko Nahrungsmittel boomen – aber wer kümmert sich um die Gefahr aus Möbeln?
Die Öko-Branche boomt. Seit Öko auch in Biosupermärkten und Discountern zu haben ist, greifen immer mehr Verbraucher zur gesunden Alternative. Was für Nahrungsmittel gilt, trifft aber für andere Branchen nicht in gleichem Maße zu. Dabei kann nicht nur das schaden, was durch den Mund in den Körper aufgenommen wird. In der Wohnung werden Schadstoffe über die Atmung oder den Hautkontakt aufgenommen, aber Verbraucher sind hier bisher nur auf das Thema Hausstauballergie sensibilisiert.
Mitte der 80 er Jahre sah das etwas anders aus, eine Welle von Skandalen verunsicherte das Land. Möbel, die mit giftigen Holzschutzmitteln behandelt waren, verursachten erhebliche Gesundheitsschäden, und die boomende industrielle Fertigung von Möbeln verlangte nach Lacken und schnell trocknenden Leimen, für die man Formaldehyd in großen Mengen benötigte – aber das Wundermittel war nicht nur ein Segen, sondern löste Allergien aus und konnte Krebs erregen.
Als Reaktion entschieden sich hochmotivierte Querdenker, die ersten Möbel zu verkaufen, die ganz entgegen den herrschenden Konventionen gefertigt waren. Die Öko-Bewegung entstand. Zurück zur Natur mit Müsli und Selbstgestricktem. Und so rustikal wie man sich kleidete sahen auch die Möbel aus. Wie aus einem Baum geschnitzt, Hauptsache rund wie die Natur und kerngesund durch Verzicht auf Lacke und Leime. In Öko-Kreisen boomten diese Möbel so wie Spanplatten es im konventionellen Möbelhandel taten. Immer mehr Firmen setzten auf Massivholz, das nur mit Kräuterölen behandelt wurde, gefertigt hauptsächlich in Handarbeit.
Um ihr Vorhaben durchsetzen zu können, schlossen sich vor 20 Jahren die vorher vereinzelten ökologischen Einrichter zusammen und organisierten sich zu einem festen Verband von 50 Mitgliedern, dem Europäischen Verband ökologischer Einrichtungshäuser. Sein grünes ÖkoControl Siegel sollte die größtmögliche Freiheit von Schadstoffen für Möbel und Bettwaren garantieren durch regelmäßige Tests bei anerkannten Prüfinstituten, nach Normen, die weit über den gesetzlichen Schutzbestimmungen lagen. In den 90er Jahren wuchs daraufhin die Zahl der Mitglieder im Verband, dann ließen sinkende Konjunkturdaten und schwindendes Interesse an Umweltfragen die Zahl wieder schrumpfen.
Heute besteht der Verband der Ökologischen Einrichtungshäuser aus 53 Mitgliedern. Sie beziehen durch ihr ÖkoControl Siegel eine deutliche Position für eine saubere Umwelt und für eine nachhaltige Entwicklung, denn Sie setzen auf nachwachsendes, hochwertiges Massivholz mit natürlich geölten Oberflächen. Geöffnet haben Sie sich für Design und Form. Moderne ökologische Möbel können heute mit Designermöbeln mithalten ohne auf ihre ureigenen Qualitäten verzichten zu müssen. Sie gewinnen Preise für Funktion und Optik und sind durch Ihre Gradlinigkeit ohne modische Schnörkel in vielerlei Umgebung integrierbar. Der höhere Preis rechnet sich auf die Nutzungsdauer. Öko Möbel treffen damit auch heute den Nerv der Zeit –gesund, natürlich und hochwertig.
Die ÖkoControl organisiert Schadstoff-Produkttests für ökologische Möbel aus Massivholz, Latex und anderen natürlichen Materialien, um den angeschlossenen Mitgliedern des Europäischen Verbands ökologischer Einrichtungshäuser (EVÖE) Sicherheit über die geführten Produkte zu geben. Der EVÖE ist ein Zusammenschluss von derzeit 53 ökologischen Inneneinrichtern in Deutschland und Österreich.
Kontakt und weitere Informationen:
ÖkoControl Gesellschaft für Qualitätsstandards ökologischer Einrichtungshäuser mbH,
Margit Mederer (PR und Presse), Subbelrather Str. 24, 50823 Köln.
Tel: 0221-569680, Fax: 0221-5696821
email: info@pro-oeko.com , Internet: http://www.oekocontrol.com